Rechtsanwältin Hawemann - Fachanwältin für Familienrecht Berlin-Friedrichshain & Wandlitz

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Anke Hawemann - Fachanwältin für Familienrecht

Beim Familienrecht handelt es sich um ein sehr komplexes Rechtsgebiet, das die Kenntnis einer Vielzahl von Vorschriften, aber auch Gerichtsentscheidungen verlangt.
Aus einem bestimmten Vorgehen oder einer Untätigkeit resultieren mitunter erst später gewisse Folgen, die für den Laien nicht ohne weiteres erkennbar sind, aber weitreichende Auswirkungen haben können.

Oftmals reicht schon eine frühzeitige Beratung aus, um Ihnen eine Orientierung für Ihr weiteres Handeln zu geben und Fehler zu vermeiden, die für Sie unter Umständen weitreichende finanzielle bzw. persönliche Folgen haben können.

Ich berate und vertrete Sie bei allen Fragen und Problemen auf dem Gebiet des Familienrechts.

Zu den von mir bearbeiteten Teilbereichen des Familienrechts finden Sie im Folgenden einige Erläuterungen. Dieser Überblick über die wichtigsten Teilbereiche des Familienrechts erhebt naturgemäß keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt keinesfalls eine Beratung im konkreten Einzelfall!

Ehescheidung

Nach deutschem Recht setzt die Einreichung eines Scheidungsantrags grundsätzlich voraus, dass die Eheleute bzw. eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartner zunächst eine gewisse Zeit getrennt gelebt haben. In der Regel führt das Gericht im Rahmen des Scheidungsverfahrens auch den Versorgungsausgleich durch. Hierbei werden die während der Ehe erworbenen gesetzlichen, privaten, betrieblichen und sonstigen Rentenanrechte beider Partner ermittelt und sodann geteilt.

Nur bei kurzer Ehe oder wenn die Eheleute den Versorgungsausgleich notariell ausgeschlossen haben, sieht das Gericht in der Regel von der Durchführung des Versorgungsausgleichs ab.

Zu beachten ist, dass der maßgebliche Zeitraum für den Versorgungsausgleich in der Regel erst in dem Monat vor Zustellung eines Scheidungsantrags endet. Leben also die Eheleute mehrere Jahre getrennt, ohne dass ein Scheidungsantrag gestellt wurde, kann sich das für denjenigen, der während der Trennung die höheren Rentenanrechte erwirbt, ungünstig auswirken, da er von seinen Rentenanrechten mehr abgeben muss, als er von dem anderen erhält.

Wenn die Scheidung einvernehmlich durchgeführt wird, benötigt nur die antragstellende Partei einen Rechtsanwalt; der Antragsgegner vertritt sich in diesem Fall selbst.

Unterhalt

Es gibt im Familienrecht verschiedene Unterhaltstatbestände:
Kindesunterhalt wird nach der Düsseldorfer Tabelle berechnet. Grundlage bildet in der Regel das bereinigte Nettoeinkommen des Pflichtigen, ab Volljährigkeit sind bei anhaltender Bedürftigkeit des Kindes grundsätzlich beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet. Zusätzlich zu den Beträgen in der Düsseldorfer Tabelle kann sogenannter Mehrbedarf (regelmäßig anfallend) oder Sonderbedarf (einmalig) verlangt werden.

Ein Anspruch auf Trennungsunterhalt kann entstehen ab der Trennung von Eheleuten bis zur Scheidung. Entscheidend ist zunächst, ob es Einkommensunterschiede zwischen den Eheleuten gibt. Nachehelicher Unterhalt kann unter bestimmten Voraussetzungen nach einer Scheidung verlangt werden.

Betreuungsunterhalt kann in der Regel mindestens bis zum 3. Lebensjahr eines gemeinsamen Kindes beansprucht werden, darüber hinaus nur aus kind- oder elternbezogenen Gründen.

Elternunterhalt kann von Abkömmlingen verlangt werden, wenn ein Elternteil z. B. durch eine kostenintensive Pflegebedürftigkeit seinen Bedarf nicht mehr aus eigenem Einkommen oder Vermögen decken kann.

Kindschaftsrecht

Zum Bereich des Kindschaftsrechts zählen insbesondere das Sorgerecht und das Umgangsrecht.

Eltern eines minderjährigen Kindes üben das Sorgerecht auch nach einer Trennung gemeinsam aus, wenn sie miteinander verheiratet sind bzw. waren oder wenn sie eine gemeinsame Sorgeerklärung abgegeben haben. Über Angelegenheiten, die für das Kind von besonderer Bedeutung sind, müssen die Eltern Einvernehmen erzielen.

Können sich die Eltern nach einer Trennung - auch mit Hilfe des Jugendamtes, einer Mediation u. ä. – über Angelegenheiten von besonderer Bedeutung, die das Kind betreffen, oder über die Ausgestaltung des Umgangsrechts nicht einigen, kann sich ein Elternteil zwecks Klärung an das Familiengericht wenden.

Trennungsberatung

Eine Trennung zwischen Eheleuten, eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern oder unverheirateten Lebensgefährten stellt regelmäßig nicht nur eine persönliche und emotionale Belastung dar, sondern es ergeben sich unabhängig von einer etwaigen späteren Scheidung auch bereits mit der Trennung weitreichende rechtliche Folgen, so dass es sich empfiehlt, sich bereits bei einer abzusehenden oder gerade eingetretenen Trennung anwaltlichen Rat zu holen. Zu den Folgen zählen u. a. die Klärung von Unterhaltsfragen, die Vermögensauseinandersetzung, die Klärung von Fragen im Zusammenhang mit der Wohnungsnutzung, Steuern und kranken- sowie rentenrechtliche Vorsorge sowie erbrechtliche Fragen.